Studienbeihilfe

Alle Informationen zur Studienbeihilfe!

 

Damit du dir einen Vollzeitjob neben dem Studium ersparen und dich voll und ganz auf dein Studium konzentrieren kannst, gewährt der Staat sozial förderungswürdigen Studenten Studienbeihilfe. Die Rechtsgrundlage ist das Studienförderungsgesetz 1992 (StudFG).

Laut der Studierendensozialerhebung 2015 beziehen nur 12,3 % aller Studenten Studienbeihilfe. Schätzungen zufolge hätten noch weitere 10 % Anspruch, stellen aber keinen Antrag. Auch wenn du dir nicht sicher bist, ob in deinem Fall ein Anspruch auf Studienbeihilfe besteht, solltest du jedenfalls einen Antrag stellen!

1. Anspruchsvoraussetzungen

 Anspruch auf Studienbeihilfe haben 

  • Österreichische Staatsbürger,
  • Unions- bzw. EWR-Bürger, sofern sie
    • Kind eines in Österreich wirtschaftlich aktiven (d.h. selbstständig oder unselbstständig beschäftigten) Unions- bzw. EWR-Bürgers sind, oder
    • in Österreich wirtschaftlich aktiv sind (d.h. neben dem Studium selbstständig oder unselbstständig beschäftigt; grundsätzlich ab dem ersten Tag der wirtschaftlichen Aktivität, auch wenn nur in geringem Ausmaß wie bspw. geringfügig beschäftigt), oder
    • früher in Österreich wirtschaftlich aktiv waren, unfreiwillig arbeitslos wurden und eine Ausbildung beginnen, oder
    • früher in Österreich wirtschaftlich aktiv waren, freiwillig arbeitslos wurden und eine Ausbildung beginnen, sofern zwischen dieser Ausbildung und der früheren beruflichen Tätigkeit ein Zusammenhang besteht, oder
    • gesellschaftlich bzw. ins staatliche Bildungssystem integriert sind (etwa mehrjähriger Schulbesuch und Erwerb der Hochschulreife in Österreich), oder
    • mindestens fünf Jahre in Österreich gelebt haben;
  • Staatenlose und ausländische Studenten, die gemeinsam mit zumindest einem Elternteil in Österreich mind. seit 60 Monaten (= fünf Jahre) einkommenssteuerpflichtig waren und während dieses Zeitraumes den Mittelpunkt der Lebensinteressen in Österreich hatten,
  • Staatenlose und Flüchtlinge im Sinne des Art 1 des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge,
  • Zur Studienberechtigungsprüfung Zugelassene für max. zwei Semester

 

Achtung Unions- bzw. EWR-Bürger: Die Studienbeihilfenbehörde verweigert wirtschaftlich aktiven Studenten grundsätzlich den Anspruch auf österreichische Studienbeihilfe. Tatsächlich ist es aber so, dass Studenten, die neben ihrem Studium in Österreich unselbstständig (EuGH 21.02.2013, C-46/12) oder selbstständig (EuGH 08.06.1999, C-337/97) beschäftigt sind (wenn auch nur in geringem Ausmaß), Anspruch auf Studienförderung wie österreichische Staatsbürger haben. Dies ergibt sich aus der unionsrechtlichen Arbeitnehmer- und Niederlassungsfreiheit. Details findest du hier!

 

unter folgenden Voraussetzungen

  • Soziale Förderwürdigkeit (siehe Punkt 2)
  • Günstiger Studienerfolg (siehe Punkt 3 und 4)
  • Beginn des Studiums vor dem 30. Lebensjahr (erhöht sich um max. fünf Jahre für Personen mit Behinderung, Personen die ihre Kinder erziehen oder pflegen und Personen, die sich zur Gänze selbst erhalten haben [siehe dazu das Kapitel Selbsterhalterstipendium])
  • Es wurde noch kein Studium oder eine andere gleichwertige Ausbildung abgeschlossen (Ausnahmen gelten für Master- und Doktoratsstudien, siehe sogleich)


Für ein Masterstudium gilt zusätzlich:

  • Das Masterstudium muss spätestens 30 Monate nach Abschluss des Bachelorstudiums aufgenommen werden (relevant ist dabei der Zeitpunkt der Absolvierung des letzten Studienplanpunktes) und
  • die vorgesehene Studienzeit zur Absolvierung des Bachelorstudiums darf um nicht mehr als drei Semester überschritten worden sein.

 

Gesetzliche Klarstellung seit 01.09.2014: Der Abschluss des Studiums (Bachelor/Master) innerhalb der Nachfrist wird dem vorigen Semester zugerechnet.

Die Studienbeihilfenbehörde vertritt die Ansicht, dass in jedem Bachelorstudium, also auch in allen Nebenstudien die vorgesehene Studienzeit nicht um mehr als drei Semester überschritten worden sein darf. Diese Ansicht ist umstritten und wird von uns nicht geteilt. Sollte dir deshalb dein Studienbeihilfenanspruch für das Masterstudium verweigert werden, wende dich bitte umgehend an soziales@oeh-wu.at!

Für ein Doktorat gilt zusätzlich

  • Das Doktoratsstudium muss spätestens 12 Monate nach Abschluss des vorgehenden Studiums aufgenommen werden (relevant ist dabei der Zeitpunkt der letzten Prüfung) und
  • die vorgesehene Studienzeit zur Absolvierung des zweiten und dritten Studienabschnittes  des Diplomstudiums, des Bachelorstudiums oder des daran anschließenden Masterstudiums darf um nicht mehr als zwei Semester überschritten worden sein.

Beim Doktoratsstudium wird die Studienbeihilfe für das 7. Semester auch zuerkannt, wenn eine Bestätigung vom Dissertationsbetreuers vorliegt, die bestätigt, dass der Abschluss innerhalb der Anspruchsdauer erwartet werden kann.

 

Im Internet gibt es einen eigenen Studienbeihilfenrechner, mit dessen Hilfe du selbst herausfinden kannst, ob du Anspruch hast bzw. auf welche Höhe sich deine Beihilfe belaufen kann (natürlich unverbindlich). Siehe dazu www.stipendienrechner.at

 

2. Soziale Förderungswürdigkeit

Die soziale Förderungswürdigkeit ergibt sich aus dem Einkommen des Studenten (siehe Punkt 8), seiner Eltern und seines Ehegatten sowie der Familiengröße. Anhand dieser Faktoren wird auch die Höhe der Studienbeihilfe (siehe Punkt 6) berechnet.

 

3. Anspruchsdauer

Für Bachelor-, Master- und Doktoratsstudien beträgt die Anspruchsdauer die Mindeststudiendauer zuzüglich eines Toleranzsemesters:

  • Bachelorstudien - 7 Semester (6+1)
  • Masterstudien (ohne Wirtschaftspädagogik) - 5 Semester (4+1)
  • Masterstudium Wirtschaftspädagogik - 6 Semester (5+1)
  • Doktorat/PhD - 7 Semester (6+1)

Achtung: Es zählen grundsätzlich alle rückgemeldeten Semester zur Anspruchsdauer, egal ob in dieser Zeit Studienbeihilfe bezogen oder gearbeitet wurde!


Verlängerung der Anspruchsdauer

Die Anspruchsdauer kann in folgenden Fällen verlängert werden:

  • bei Schwangerschaft um ein Semester
  • bei Pflege und Erziehung eines Kindes vor der Vollendung des dritten Lebensjahres um insgesamt höchstens zwei Semester je Kind
  • bei Ableistung des Zivil- oder Präsenzdienstes während der Anspruchsdauer um ein Semester für jeweils sechs Monate der Ableistung
  • NEU seit 01.09.2016: Zeiten des Ausbildungsdienstes und der Dienste nach dem Freiwilligendienst wird dem Präsenz- & Zivildienst gleichgestellt. Während der Zeit im Ausbildungs- und Freiwilligendienst ruht der Anspruch.
  • wegen Krankheit (fachärztliche Bestätigung notwendig!)
  • wegen eines unvorhergesehenen oder unabwendbaren Ereignisses (z.B. Unfall), wenn den Studenten daran kein Verschulden oder nur ein minderer Grad des Versehens trifft
  • bei einem Auslandssemester, bei überdurchschnittlich umfangreichen und zeitaufwändigen wissenschaftlichen Arbeiten oder ähnlich außergewöhnlichen Studienbelastungen um ein weiteres Semester (Anträge sind in der Antragsfrist des auf die Anspruchsdauer unmittelbar folgenden Semesters zu stellen!)
  • bei Vertretungsarbeit als Heimvertreter oder ÖH-Tätigkeit
  • für Studenten mit mindestens 50 % Behinderung um zwei Semester (für spezifische Behinderungen sind weitere Verlängerungssemester in einer eigenen Verordnung vorgesehen)

 

Die angeführten Gründe mit Ausnahme der Behinderung können nur dann zu einer Verlängerung der Anspruchsdauer führen, wenn sie innerhalb der Anspruchsdauer eingetreten sind. Zwischen Abschluss des Bachelors und Masterstudiums wird ein freiwilliger Dienst also beispielsweise NICHT in die Frist eingerechnet.

 

Hinweis: Die Studienbeihilfenbehörde vertritt die Ansicht, dass ein Auslandssemester mindestens drei Monate lang gedauert haben muss, um eine Verlängerung der Anspruchsdauer zu rechtfertigen. Diese Ansicht ist umstritten und wird von uns nicht geteilt. Sollte dir deshalb dein Studienbeihilfenanspruch verweigert werden, wende dich bitte umgehend an soziales@oeh-wu.at!

 

4. Leistungsnachweis – Weiterbezug

Der Leistungsnachweis, um auch weiterhin Studienbeihilfe beziehen zu können, ist spätestens nach zwei Semestern zu erbringen (bis zum letzten Tag der Antragsfrist des dritten Semesters). Die Antragsfrist für das Wintersemester läuft bis 15. Dezember, im Sommersemester bis 15. Mai. Auch zu einem späteren Zeitpunkt im Semester kann noch ein Antrag gestellt werden, allerdings wird dann die Beihilfe nicht mehr rückwirkend für die Monate vom Semesterbeginn bis zum Antragszeitpunkt ausbezahlt. Kannst du den geforderten Studienerfolg nicht nachweisen, hast du solange keinen Anspruch auf Studienbeihilfe, bis du den notwendigen Studienerfolg erbracht hast.

 

Nach zwei Semestern sind mindestens nachzuweisen

  • für Bachelorstudien 30 ECTS oder 14 Semesterstunden,
  • für Masterstudien 20 ECTS oder zehn Semesterstunden,
  • für Doktoratsstudien 12 ECTS oder sechs Semesterstunden;


Zusätzlich sind beim Bachelor- und Doktoratsstudium nach dem sechsten Semester mindestens 90 ECTS oder 42 Semesterstunden nachzuweisen!

 

Beispiele:

  • Beginn des Bachelorstudiums Wirtschafts- und Sozialwissenschaften im Wintersemester 2015 - Nachweis von mindestens 30 ECTS bis spätestens 15. Dezember 2016, um auch weiterhin Studienbeihilfe beziehen zu können.
  • Beginn des Masterstudiums Wirtschaftsrecht im Sommersemester 2015 - Nachweis von mindestens 20 ECTS bis spätestens 15. Mai 2016, um auch weiterhin Studienbeihilfe beziehen zu können.
  • Beginn des Bachelorstudiums Wirtschaftsrecht im Wintersemester 2015. Die notwendigen 30 ECTS sind bereits im August 2016 erreicht - der Bezug ist ab September 2016 und damit durchgehend möglich.
  • Beginn des Bachelorstudiums Wirtschaftsrecht im Wintersemester 2015. Die notwendigen 30 ECTS werden erst Anfang Dezember 2016 erreicht - im August 2016 erfolgt zunächst die letzte Zahlung. Da innerhalb der Frist der Studienerfolg nachgewiesen wurde, erfolgt unmittelbar ab Dezember wieder die Auszahlung der Studienbeihilfe. Die Monate September bis November 2016 werden rückwirkend ausbezahlt!
  • Beginn des Bachelorstudiums Wirtschaftsrecht im Wintersemester 2015. Die notwendigen 30 ECTS werden erst im Jänner 2017 erreicht - im August 2016 erfolgt die letzte Zahlung, ab Jänner 2017 kann wieder Studienbeihilfe bezogen werden (der Antrag muss dazu noch im Jänner gestellt werden!). Auf die Beihilfe in den Monaten September bis Dezember 2016 besteht kein Anspruch!


Betreiber von Doppel- oder Mehrfachstudien

Es ist der günstige Studienerfolg nur für die Studienrichtung zu erbringen, für die um ein Stipendium angesucht wurde (das sog. Hauptstudium).

 

5. Leistungsnachweis – Rückzahlung

Wenn nicht mindestens die Hälfte des Studienerfolgs erreicht wird, der für den Weiterbezug von Studienbeihilfe erforderlich gewesen wäre (siehe Punkt 4), muss der Gesamtbetrag der Studienbeihilfe zurückgezahlt werden.

 

Nach zwei Semestern sind mindestens nachzuweisen

  • für Bachelorstudien 15 ECTS oder sieben Semesterstunden,
  • für Masterstudien 10 ECTS oder fünf Semesterstunden,
  • für Doktoratsstudien 6 ECTS oder drei Semesterstunden;


Wenn du ausschließlich im ersten Semester Studienbeihilfe bezogen hast (gilt für alle Studien) und dann das Studium abbrichst oder (für wenigstens ein Semester) unterbrichst, musst du Prüfungen über sieben ECTS oder vier Semesterstunden nachweisen können, um eine Rückzahlung auszuschließen.

Zurückzuzahlen ist die Studienbeihilfe außerdem, wenn sie durch unrichtige oder unvollständige Angaben beim Antrag bewirkt wurde oder wenn sie trotz Ruhens oder Eintritt eines gesetzlichen Erlöschensgrundes (z.B. schädlicher Studienwechsel, Studienabbruch, Studienabschluss etc.) ausbezahlt wurde.

Im Rückzahlungsfall kann um Stundung (bis zu zwei Jahre) oder um Rückzahlung in Teilbeträgen (höchstens 36 Monatsraten) angesucht werden.

NEU seit 01.09.2016: Die Rückzahlungsverpflichtung mangels Studienerfolges nach dem 2. Semester entfällt, wenn wieder ein günstiger Studienerfolg in der Antragsfrist des fünften Semesters vorliegt.

 

6. Höhe der Studienbeihilfe

  • max. € 475,- pro Monat, wenn deine Eltern am Studienort wohnen
  • max. € 679,- pro Monat für

    • Studenten, die am Studienort wohnen müssen (gilt auch für EWR-Bürger!)
    • Studenten, deren Eltern verstorben sind
    • verheiratete Studenten oder Studenten mit Kind
  • für behinderte Studenten gibt es einen nach Art und Grad berechneten Zuschlag. Einschlägige Informationen findest du unter www.stipendium.at.
  • Studenten mit Kind gebührt ein Zuschuss von € 112,- pro Monat und Kind
  • Versicherungskostenbeitrag ab dem 27. Lebensjahr und Fahrtkostenzuschuss
  • NEU seit 01.09.2016: Ab Vollendung des 27. Lebensjahres erhalten alle Studierenden einen Erhöhungszuschlag von 30 Euro monatlich.
  • NEU ab 01.09.2017: Ab Vollendung des 27. Lebensjahres wird jeder Studierende als „auswärtig“ eingestuft, wenn die Zumutbarkeit zwischen Wohnadresse der Eltern und der Ausbildungsstätte größer als 1h Fahrtzeit beträgt.


7. Verminderungen

Die Höhe der Studienbeihilfe vermindert sich um

  • die zumutbare Unterhaltsleistung des (auch geschiedenen) Ehegatten und der Eltern (siehe Punkt 2)
  • den € 10.000,- übersteigenden Betrag des Jahreseinkommens des Studenten (sog. zumutbare Eigenleistung oder Verdienstgrenze, siehe Punkt 8); dieser Betrag verringert sich aliquot, wenn nicht das ganze Jahr über Studienbeihilfe bezogen wird!
  • die Familienbeihilfe und den Kinderabsetzbetrag, sofern aufgrund des Alters Anspruch darauf bestünde

 

Achtung EWR-Bürger: Die Studienbeihilfenbehörde zieht bei der Berechnung der höhe der Studienbeihilfe bis zur Vollendung des 24. bzw. 25. Lebensjahres grundsätzlich den Jahresbetrag der österreichischen Familienbeihilfe von der jährlichen Höchststudienbeihilfe ab, auch wenn österreichische Familienbeihilfe (bspw. mangels Wohnsitz der Eltern in Österreich) nicht bezogen werden kann und im Herkunftsland keine oder nur eine geringere Familienleistung bezogen wird. Dies stellt eine mittelbare Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit dar und ist unionsrechtswidrig! Wende dich in diesem Fall an soziales@oeh-wu.at!


8. Verdienstgrenze

Die Verdienstgrenze beträgt € 10.000,- pro Jahr und verringert sich aliquot, wenn nicht das ganze Jahr über Studienbeihilfe bezogen wird!

 

  • Als Einkommen gelten neben den steuerpflichtigen Einkünften z.B. auch Pensionen (auch Waisenpension), Renten oder Sozialtransfers wie Karenzgeld, Kinderbetreuungsgeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Notstandshilfe und Sonderunterstützung.
  • Das 13. und 14. Monatsgehalt werden zur Berechnung des Einkommens hinzugezählt.
  • Bei einer Überschreitung der Verdienstgrenze kommt es wie bei der Familienbeihilfe zu einer Kürzung bzw. Rückforderung der Beihilfe um den die Verdienstgrenze übersteigenden Betrag.


9. Antrag

Formulare für die Beantragung der Studienbeihilfe findest du im Beratungszentrum der ÖH WU, bzw. unter www.stipendium.at oder direkt bei der Stipendienstelle Wien (Stipendienstelle Wien, Gudrunstraße 179a, 1100 Wien, Tel. 01/60 173-0). Dort ist auch der Antrag einzubringen!

 

Achtung: Dein Antrag wird erst bearbeitet, wenn alle Unterlagen vollständig abgegeben sind. Je vollständiger dein Antrag also bei der zuständigen Studienbeihilfebehörde eintrifft, umso schneller kann er erledigt werden.

Antragsfristen

  • Wintersemester: 20. September bis 15. Dezember
  • Sommersemester: 20. Februar bis 15. Mai

Anträge gelten dann als rechtzeitig eingebracht, wenn sie am letzten Tag der Antragsfrist nachweislich (es zählt das Datum des Poststempels!) bei der Post aufgegeben wurden. Fristgerechte Anträge garantieren einen Studienbeihilfenbezug jeweils ab September (Wintersemester) bzw. März (Sommersemester).

Anträge außerhalb dieser Fristen bewirken einen Beihilfenbezug erst ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde.

Auch wenn bereits Studienbeihilfe bezogen wird können sogenannte Abänderungsanträge gestellt werden, z.B. wenn sich die Einkommenssituation der Eltern dauerhaft und spürbar verschlechtert hat. Auch diese Anträge wirken ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde.

Systemantrag

Du musst nicht jedes Semester oder Studienjahr einen neuen Antrag stellen. Die Studienbeihilfe wird zwar immer nur für zwei Semester zuerkannt, die Bewilligung für die folgenden zwei Semester wird aber ohne dein Zutun erlassen, sofern die automatische Überprüfung (Einkommen, Studienerfolg, etc.) ergibt, dass alle Voraussetzungen noch erfüllt sind.

Trotz dieser wesentlichen Verfahrensvereinfachung musst du in folgenden Fällen dennoch einen neuerlichen Antrag stellen:

 

  • Du hast zwar schon Studienbeihilfe beantragt, der Antrag wurde aber abgewiesen.
  • Du hast bereits Studienbeihilfe für die Vorbereitung auf die Studienberechtigungsprüfung, aber noch nicht als ordentlicher Student bezogen.
  • Bei jedem Wechsel der Studienrichtung, des Studienortes oder der Bildungseinrichtung.
  • Bei Aufnahme eines Folgestudiums (Master- nach Bachelorstudium, Doktorat nach einem Master- oder Diplomstudium).


Beachte in diesem Zusammenhang folgendes:

Änderungen während des laufenden Bezuges, die (möglicherweise) Auswirkungen auf die Höhe der Studienbeihilfe haben (z.B. geänderte Einkommenssituation, Geburt eines Kindes, Verehelichung, etc.), sind der Stipendienstelle binnen zwei Wochen zu melden. Eine Neuberechnung bei laufendem Beihilfenbezug kannst du mittels Abänderungsantrag jederzeit selbst beantragen. Abänderungsanträge innerhalb der Antragsfrist (im Wintersemester bis 15.12., im Sommersemester bis 15.05.) bewirken eine Neuberechnung der Beihilfe rückwirkend ab September (Wintersemester) bzw. März (Sommersemester), Abänderungsanträge außerhalb der Antragsfrist wirken jeweils ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde.

 

Bei Fragen kannst du dich gerne unter soziales@oeh-wu.at melden oder mittwochs von 16-18 Uhr in das Sozialreferat kommen (Gebäude SC, Erdgeschoß).
In der vorlesungsfreien Zeit ist das Sozialreferat nur per Mail erreichbar.

 

Um dir einen Überblick zu verschaffen, aber auch um dich individuell beraten lassen zu können, laden wir dich herzlich zum Sozialtag der ÖH WU ein, wo sowohl das Sozialreferat der ÖH WU, als auch Vertreter von Beitragsstellen vor Ort sind.

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