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Öffnungsschritte nur mit Wahlfreiheit

& ohne Verpflichtungen

Die Ergebnisse unserer Umfrage unter den WU-Studierenden verdeutlichen eure vielfältigen Situationen, Probleme und Bedürfnisse. Bei einem Zurück an den Campus müssen all diese respektiert werden.

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aktualisiert am 10.03.2021
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Ein großes Dankeschön an euch: Über 1.200 WU-Studierende haben im Rahmen unserer „Zurück an den Campus?“-Umfrage für ein breites, klares Bild der aktuellen Stimmungslage gesorgt. Ihr habt deutlich gemacht: Jetzt braucht es
●    differenzierte Lösungen, mit Wahlfreiheit und ohne Anwesenheitspflicht.
●    eine Perspektive und einen klaren „wenn, dann”-Plan mit Szenarien.
●    den weiteren Ausbau von Hybrid-Vorlesungen.

Alarmierende Einsamkeit

50 Prozent von euch wünschen sich eine Rückkehr an den WU-Campus. Ebenso viele möchten aber auch weiterhin Distanzlehre in Anspruch nehmen. Die Motive pro bzw. contra sind vielfältig, wie ihr in über 600 Beantwortungen der offenen Abschlussfrage detailliert erläutert habt. Bedenklich stimmt uns aber vor allem, dass sich 50 Prozent der Studierenden einsam fühlen.

"Es kann in der aktuellen Situation nicht die eine Lösung geben. Wir Studierenden wollen, dass die Wahlfreiheit sichergestellt bleibt",  Max Ölinger, Vorsitzender der ÖH WU.

Pro Zurück an den Campus

Für ein Campus-Comeback sprechen persönlicher Austausch, gemeinsames Lernen und die wichtigen Live-Diskussionen in den kleinen SBWL- bzw. Master-Kursen. Viele von euch sehnen sich nach einem neuen Tagesrhythmus und räumlicher Abwechslung. Der Zugang zu Lernzonen und Bibliotheken ist euch bei möglichen Öffnungsschritten besonders wichtig.

Contra Zurück an den Campus

Dagegen sprechen die Angst vor dem Virus und damit die Scheu vor dem Austausch mit anderen. Viele Studierende sind zudem momentan nicht in Österreich, sondern bei ihren Familien im Ausland. Auf diese unterschiedlichen Lebensrealitäten muss ein Öffnungsplan Rücksicht nehmen. Es kann in der aktuellen Situation nicht die eine Lösung geben, die über alles drüber gestülpt wird. Die WU Wien hat in der Pandemie gut und schnell reagiert. Bei mehr als zwei Drittel der Studierenden führt COVID-19 nicht zu einer Verzögerung des Studiums. Trotzdem dürfen wir die restlichen 30 Prozent nicht vergessen. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass alle Studierenden in entsprechender Qualität und unter fairen Rahmenbedingungen im gewünschten Zeitplan das Studium beenden können.

Rückkehr an den Campus ermöglichen, für die, die es wollen

Wir sind Teil der Zukunftsgeneration und akzeptieren nicht, dass man aus uns eine Generation Corona machen möchte. Wer uns in der Corona-Debatte vergisst – 74 Prozent haben dieses Gefühl –, vergisst die Zukunft. Daher werden wir alles daran setzen, dass diejenigen, die dringend Kontakte und Präsenzlehre brauchen, sie bekommen. Lernzonen mit Abstand, Maske und Tests sind Möglichkeiten, um sich wieder austauschen zu können. 46 Prozent der WU-Studierenden würden dafür eine durchgehende Maskenpflicht und Eintrittstest in Kauf nehmen.
Wer lieber weiter von zu Hause studieren will, darf indes nicht auf die Uni gezwungen werden. Das Angebot an hybriden Lehrveranstaltungen muss weiter ausgebaut werden. Das kann sich auch nach der Pandemie nicht ändern. Es kann dabei kein Zurück zum Vorher geben!

Mehr als zwei Drittel der Studierenden gaben an, dass die Pandemie nicht zu einer Verzögerung ihres Studiums führen werde. "Trotzdem dürfen wir die anderen 30 Prozent nicht vergessen. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass alle Studierenden in entsprechender Qualität und unter fairen Rahmenbedingungen im gewünschten Zeitplan das Studium beenden können", Max Ölinger, Vorsitzender der ÖH WU.

Unsere gemeinsamen Forderungen und konkreten Vorschläge

1.    Rückkehr für jene, die es wünschen ermöglichen, aber niemanden verpflichten.
2.    Angebot an Hybrid-Lehrveranstaltungen weiter ausbauen und jetzt in die Modernisierung der Infrastruktur investieren.
3.    Hybride Lehrveranstaltungen auch nach der Pandemie weiterführen und damit die Flexibilität des Studiums dauerhaft erhöhen.
4.    Lernräume am WU Campus einrichten und für Studierende zugänglich machen.
5.    Die WU Bibliothek auch am Wochenende öffnen.
6.    Bestimmte Fächer und Studierendengruppen bei der Rückkehr in kleinen Gruppen an den Campus bevorzugen (Studieneingangsphase, Studienabschlussphase, Master, SBWL).

Die Ergebnisse im Detail sowie alle Antworten bei der offenen Frage findet ihr hier.

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aktualisiert am 10.03.2021
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