Ein klares Votum für ein faires LPIS

STEIL Story Mai 2017

Kein Thema hat in den letzten Monaten so sehr polarisiert wie das Lehrveranstaltungs- und Prüfungsinformationssystem (LPIS). Die Liste an damit verbundenen Problemen ist lang und reicht von Frust über das Anmeldelotto, regelmäßigen Systemabstürzen, bis hin zum gravierendsten Punkt: Das Studium wird verzögert, weil die Lehrveranstaltungskapazitäten viel zu knapp bemessen sind. Das macht das LPIS schmerzlich sichtbar. Von Fairness bei LPIS-Anmeldungen kann längst nicht mehr die Rede sein.

 

Beispiel für eine aktive, partizipative Interessensvertretung

Aus diesem Grund wollten wir im Rahmen einer großen Beteiligungsaktion von dir wissen, was ein ›faires Anmeldesystem‹ wirklich ausmacht und für welches Modell sich deine ÖH WU konkret einsetzen soll.

Die Einbindung von Studierenden in interessenspolitische Entscheidungsprozesse ist für uns selbstverständlich. Besonders dann, wenn es sich um ein so wichtiges Thema wie die Zukunft unserer Studienorganisation handelt. Immerhin begleitet das LPIS uns WU-Studierende von der ersten bis zur letzten Sekunde unseres Studiums.

 

Großes Interesse und rege Beteiligung

Exakt 1.804 WU-Studierende haben an der Befragung über ein faires Anmeldesystem teilgenommen. Das enorme Interesse werten wir als Zeichen, dass sowohl das Thema selbst extrem wichtig ist als auch dass die gewählte Form der Befragung (persönlich, papiergestützt) die richtige war und wir den WU-Studierenden diesbezüglich voll und ganz vertrauen können.

 

 

Ein klares Votum für eine gestaffelte Anmeldung

Die Ergebnisse sind eindeutig, und für über 70 Prozent der Befragten ist klar: Sie wollen in erster Linie ein LPIS mit gestaffelten Anmeldungen zu verschiedenen Zeiten. Nichts soll dabei dem Zufall überlassen werden. Die Variante auf Basis eines Anmeldekorridors mit anschließender Zufallszuteilung lehnen die meisten ab. Auch der derzeitige Status Quo auf Basis der Atomuhranmeldung immer um 14 Uhr ist weit abgeschlagen auf Platz Zwei der Lösungsmöglichkeiten gelandet.

 

9 von 10

Die Befragung bringt insgesamt
klar zum Ausdruck, dass 9 von 10 WU-Studierenden (Summe aus erster und zweiter Präferenz) für gestaffelte Anmeldungen zu verschiedenen Zeiten sind. Sie wollen auch weiterhin selbst die Anmeldung zu den einzelnen Lehrveranstaltungen vornehmen und sofort darüber Bescheid wissen, ob sie funktioniert hat.

 

Gleiche Chancen

Eine Vergabe der Plätze über den Notenschnitt oder per Zufallsalgorithmus lehnen die befragten WU-Studierenden ab. 82 Prozent sehen als Grundvoraussetzung für ein faires Anmeldesystem an, dass jeder bei der Anmeldung für LVs und Prüfungen die gleichen Chancen haben sollte. Knapp ein Drittel findet, dass auch der Studienfortschritt zumindest bei der Vergabe von Wartelistenplätzen bedacht werden soll. Das wird derzeit schon teilweise angewandt und hilft vor allem Studierenden in höheren Semestern, ihr Studium eher abzuschließen.

 

 

Für welches Modell sich deine ÖH WU einsetzt

Dieses Votum ist für die ÖH WU ein klarer Auftrag, uns für die Umsetzung dieses Systems einzusetzen. Termine mit den Verantwortlichen im Rektorat sowie in den Abteilungen IT-Services und Studiensupport zur Umsetzung in der Praxis sind bereits angesetzt.

 

LPIS ist nur die Spitze des Eisbergs

Unabhängig von diesem deutlichen Votum ist uns klar: Die LPIS-Problematik ist nur die Spitze des Eisbergs. Zu einem wirklich fairen und qualitativ hochwertigen Studium gehört neben einem fairen Anmeldesystem auch: die tiefergehenden Probleme zu lösen, mit denen wir tagtäglich an der WU konfrontiert sind.

 

 

Wie sieht so eine gestaffelte
 Anmeldung im Detail aus?

+ Verteilte Anmeldetermine

Bei dieser Variante gibt es Anmeldetermine über den Zeitraum eines Monats verteilt. Allerdings werden die einzelnen Anmeldungen nicht nur auf verschiedene Tage, sondern auch auf zwei verschiedene Uhrzeiten aufgeteilt. Zukünftig soll man sich daher für manche Vorlesungen um 14:00 Uhr und für andere um 14:30 Uhr anmelden können. Das entlastet das Anmeldesystem im Vergleich zu einer tageweisen Aufteilung.

 

+ Anmeldungen ohne Stress

Ein großer Vorteil dieser Variante ist außer- dem, dass kritische Studienplanpunkte nicht mehr parallel zur Anmeldung stehen. Man hat so insgesamt mehr Möglichkeiten, die Anmeldungen fair über einen ganzen Monat ohne Überschneidungen durchzuführen. Jede Lehrveranstaltung hat somit ihren eigenen Anmeldezeitpunkt, und du kannst dich ohne Stress für die LVs deiner Wahl anmelden.

 

+ Keine Serverüberlastung

Ein weiterer positiver (Neben-)Effekt: Die Aufteilung der Anmeldungen entlastet auch die Server. Abstürze, wie zuletzt im September 2016, gibt es dann hoffentlich nicht mehr.

 

 

Probleme lösen sich nicht von selbst

Es braucht sinnvolle und vor allem gut durchdachte Konzepte. Wir wollen, dass du auf Basis wirklich guter Bedingungen an der WU schnell, zielstrebig und leistungsorientiert studieren kannst, und dass nicht mehr der Zufall oder der Notenschnitt alleine entscheidet, ob und in welche Kurse oder SBWLs du reinkommst.

 

Ausbau des Angebots im Fokus

Auch hier ist das Votum der Befragten mit 93 Prozent (sehr und eher richtig) eindeutig: Damit ein faires LV-Anmeldesystem überhaupt möglich ist, müssen ausreichend Plätze angeboten werden. Nur so kommt jeder in die Lehrveranstaltung seiner Wahl. Der Einsatz für mehr PI-, SBWL- und auch Masterplätze für mehr Qualität und Fairness im WU-Studium steht daher auf der interessenspolitischen Agenda deiner ÖH WU an oberster Stelle.

 

 

Einsatz für Qualität &
Fairness lohnt sich

Dass sich dieser Einsatz lohnt, zeigen auch die vergangenen Erfolge deiner ÖH WU: Über 1.500 Plätze in den verschiedensten Lehrveranstaltungen konnten wir etwa in Wirtschaftsrecht im Wintersemester 2016/17 und im Sommersemester 2017 zusätzlich schaffen. Auch in
EBC haben wir uns dafür eingesetzt, dass Plätze aufgestockt werden, um unnötigen Wartezeiten und Stehsemestern den Kampf anzusagen.

 

Das Ergebnis der ›Bring dich ein‹-Aktion bestätigt die Linie und den Einsatz deiner ÖH WU: Es ist wichtig, dass sich eine starke Vertretung für mehr Qualität und Fairness in deinem WU-Studium engagiert und für spürbare Verbesserungen sorgt!

 

Schnell, zielstrebig und flexibel studieren

Doch das ist noch nicht alles: Damit du wirklich schnell, zielstrebig und flexibel studieren kannst, darf das WU-Studium nicht durch noch mehr PIs verschulter werden. Es braucht mehr halbsemestrige PIs, mehr Block- LVs und Kurse zu Tagesrandzeiten. Durch einen Ausbau des Angebots von Sommer-, Winter- und Osteruni hätten wir auch die Möglichkeit, schneller und vor allem flexibler im Studium voranzukommen.

 

 

Mehr SBWL-Plätze

Doch nicht nur bei den PI-Plätzen besteht Handlungsbedarf: Vor allem auch bei den SBWLs müssen spürbare Verbesserungen für mehr Qualität und Fairness her. Unser Ziel ist, dass in weiterer Folge wirklich jeder die Spezialisierung seiner Wahl machen kann. Mit insgesamt zwei neuen SBWLs (Organisation, Data Science) konnten wir bereits 80 zusätzliche Plätze schaffen und so einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gehen.

Weitere Verhandlungen zum Ausbau der SBWLs in puncto Angebot und Plätze laufen bereits. So sind wir gerade dabei, eine neue, zukunftsweisende SBWL, nämlich ›Data Strategy‹, auf Schiene zu bringen. Unser übergeordnetes Ziel ist der weitere Ausbau der SBWLs um rund 300 Plätze. Ein nachfrageorientiertes SBWL-Angebot soll dazu beitragen, dass die Kapazitäten besser koordiniert und zielgerichtet eingesetzt werden.

 

Alle Ergebnisse der ÖH WU Bring dich ein-Aktion für ein faires LPIS gibt's hier:

Ergebnisse der ÖH WU Bring dich ein-Aktion

 

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STORY VON Lukas fanninger


Mittwoch, 26.04.2017 um 10:00

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