"Das mach ich morgen!"

STEIL Story Oktober 2016

Uni, Arbeit, Freizeit – am besten alles auf einmal – so viel zu tun, so wenig Zeit, du kennst das Problem. Wir haben für dich die besten Tipps und Tricks, um deine Zeit richtig einzuteilen und zu sparen, zusätzlich zeigen wir dir praktische Apps.
Time Management for Dummies: So geht sich alles rechtzeitig aus!

 

1. »Wo ist mein Kalender?«

Eine Formel für den perfekten Zeitplan gibt es nicht. Einige von uns benötigen einfach nur eine Kalender-App am Smartphone, während sich andere ein ganzes Notizbuch gestalten, um einen ausgeklügelten Plan zu kreieren.

Es hilft in Etappen zu planen. Trag dir gleich zu Beginn des Semesters Prüfungswochen und Anmeldefristen ein, aber auch wann du auf ein Festival oder in Urlaub fährst! In eine Wochen- übersicht schreibst du am besten, was du alles in den nächsten Tagen schaffen musst. Auf dem jeweiligen Tagesplan ordnest du alles nach Prioritäten und Aufgabenbereichen. Formuliere deine Vorsätze dabei möglichst genau! Ein Beispiel: Statt »Morgen lerne ich Statistik und AMC« formuliere das Ziel genauer, zum Beispiel »Morgen lerne ich Kapitel 3 in Statistik und mache für AMC eine Musterklausur«. Den zeitlichen Aufwand kannst du dir ungefähr ausrechnen. Rechne aber genug Zeitpuffer ein, denn nichts ist demotivierender, als die Hälfte der Punkte auf den nächsten Tag weiterverschieben zu müssen.

Solltest du deinen Tag nicht mit einer To-Do-Liste starten wollen, kannst du jeden Abend ein Lernprotokoll verfassen, wo du genaue Lernfortschritte dokumentierst. Auch das verschafft einen guten Überblick.

Bedenke, dass Planen auch aufhalten kann! Du solltest also an deinem ausgefeilten Plan nicht länger sitzen, als an der Aufgabe selbst.

 

Unser APP-Tipp:

IStudiez Pro

Behalte den Überblick über all deine Kurse inklusive wichtigen Infos, wie Raum- nummern, Prüfungen und Professoren.

Evernote

Organisiere deine Notizen, Bilder und Aufgabenlisten und greife von überall online darauf zu.

 

 

2. »Das mach ich später!«

Selten ist es in einer Wohnung oder Studenten-WG so sauber wie während der Prüfungszeit. Ein wenig Prokrastination ist normal und weit verbreitet. Es ist eben ein gutes Gefühl, gerade noch rechtzeitig zur Deadline fertig zu werden.

Gefährlich wird’s nur dann, wenn du nichts mehr schaffst und sich dein Studium unendlich in die Länge zieht, weil du Prüfungen mehrfach verschiebst oder PIs wiederholen musst. Wenn die Aufschieberei so richtig auf die Stimmung drückt und du deshalb morgens auch kaum mehr aus dem Bett kommst, solltest du rasch die Kurve kratzen. Und zwar so:

Eine gute Idee ist die ›Not-to-do-Liste‹. Diese enthält alles, was für die eigentliche Aufgabe keinen Nutzen bringt, das ablenkt und Energie sowie Zeit frisst. Mails abzurufen gehört genau- so dazu, wie das ständige Checken von Facebook. Im Schnitt schaut jeder von uns 88 Mal am Tag auf sein Handy. Am besten hängt man sich diese ›Not-to-do-Liste‹ über dem Laptop auf, notorische ›Handysüchtis‹ sollten sie gleich als Hintergrund (auf PC und Handy) einstellen.

 

Unser APP-Tipp:

Pocket

Speichere Artikel, Videos und Links, für die gerade keine Zeit ist. Teile sie außerdem direkt mit Freunden.

Wunderlist

Erstelle To-do-Listen und speichere Termine, um alle deine Aufgaben zeitgerecht zu erledigen.

 

 

3. »Morgen Prüfung?!«

Bleiben nur noch ein, zwei Tage Zeit, solltest du dich nur noch auf die Prüfung konzentrieren. Nur auf Essen und Schlaf solltest du nicht verzichten – zumindest nicht längere Zeit. Erkundige dich außerdem früh genug, wo und wann die Prüfung stattfindet, um panisches Rumlaufen am Campus zu vermeiden. Wenn du dir rechtzeitig einen Überblick verschaffst, musst du vor der Prüfung nur mehr die wirklich schwierigen Dinge wiederholen. Halte dich in den letzten Vorbereitungen nicht mit Details auf! Helfen können dir auch Zusammenfassungen, die du dir während dem Lernen zusammenstellst. Diese kannst du dann in aller Ruhe ein oder zwei Tage vor der Prüfung nochmal genau durchlesen und dir den Stoff im Kopf durchdenken. Wann ist der Zeitpunkt aufzugeben? Auch unvorbereitet kannst du es wagen die Prüfung mitzuschreiben, sofern die Note nicht wichtig ist und du sowieso noch weitere Antritte zu Verfügung hast. Stehst du jedoch vor dem letzten Versuch, überleg dir genau, ob du antrittst!

 

Unser APP-Tipp:

Stickk.com

Lege auf der Plattform Lern- ziele fest! Solltest du sie nicht erreichen, spendet das Programm automatisch einen Beitrag, den du davor festgelegt hast.

Focuswriter

Lass die Benutzeroberfläche deines Computers verschwinden und konzentriere dich nur auf das Textfeld.

 

 

4. »Wie soll ich das schaffen?«

Bei Stress suche zuerst nach den Ursachen: Was genau stresst mich? Ist es die Angst zu versagen? Das Chaos auf dem Schreibtisch? Hat man die Antwort gefunden, gilt es zu überlegen, wie sich die Stressfaktoren beseitigen oder wenigstens minimieren lassen. Hast du dir zu viel vorgenommen? Ist da vielleicht ein freiwilliger Sprach- oder Zusatzkurs, den du aufgeben könntest, um Raum für Pflichtvorlesungen zu schaffen?

Eine beliebte Methode ist die ›Getting-Things-Done-Methode‹. Beim Arbeiten soll dich nichts anderes ablenken. Während du ein Skript liest, ertappst du dich sicher immer mal wieder dabei, wie du im Kopf Besorgungen für die WG-Party erledigst oder deine Termine sortierst. Mit der GTD-Methode ›parkst‹ du diese Gedanken: Neben dein Lernzeug legst du einen Zettel und schreibst diese Gedanken in Stichwörtern auf. Dann lernst du weiter. Das Ziel ist, dass du dich nur auf die Aufgabe konzentrierst! Bist du mit dem Lernen fertig, kannst du dich den anderen Dingen widmen. Die Methode entlastet den Kopf. Indem du die Liste in den Pausen abarbeitest, steigt das Gefühl produktiv zu sein und du bleibst motiviert.

 

 

5. »Jetzt mal entspannen!«

Spätestens wenn du eine Seite zum dritten Mal gelesen hast und immer noch nicht weißt, worum es geht: Mach eine Pause! Auch ohne Hinweis auf Konzentrationsschwächen solltest du regelmäßig Pausen machen. Irgendwann ist das Gehirn einfach nicht mehr aufnahmefähig. Eine Faustregel besagt, dass man nach etwa einer Stunde eine kleine Pause von fünf bis zehn Minuten einlegen sollte. Eine längere Entspannungszeit brauchst du nach drei bis vier Stunden.

»In der Regel lässt schon nach einer halben Stunde die Konzentration nach, bei Routinearbeiten etwas später. Mit halber Kraft zu lernen ist verschwendete Zeit.«
(Eberhardt Hofmann, Psychologe)

Am Anfang des Lerntages ist das Hirn noch besonders fit. Also beginnst du am besten mit dem Thema, das dir am schwersten fällt. Auch ein guter Tipp: Wechsle die Aufgaben ab, damit du nicht ständig das gleiche liest! Und nutze deinen Biorhythmus! Die meisten Menschen haben ein Lern-Hoch am Vormittag, gefolgt von einem Mittags-Tief und einem schwächeren Hoch am Nachmittag. Für die Konzentration hilft es auch, viel Wasser zu trinken und Nüsse zu knabbern.

Deine Pausen verbringst du am besten nicht vor dem Computer oder mit einer großen Pizza am Sofa. Besser: Eine Runde an der frischen Luft, aber auch Tätigkeiten wie Waschmaschine ausräumen oder die Katze füttern kurbeln die Energie wieder an. Komm auf andere Gedanken und genieße die Pause, ohne schlechtes Gewissen!

 

Unser APP-Tipp:

Noisli.com

Erstelle deine eigene entspannende Hintergrundmusik.

Dejal Time-out

Erinnert dich bei Hardcore-Lernsessions mal eine Pause einzulegen.

 

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STORY VON sebastian steiner und lisa-maria lukasser


Montag, 03.10.2016 um 15:00

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