Der Neue an der ÖH Spitze

STEIL Interview mit dem ÖH Vorsitzenden Lukas Fanninger

Seit Sommer 2016 ist Lukas Fanninger (21) neuer ÖH WU Vorsitzender. Im STEIL-Interview spricht er über die momentanen Brennpunkte, erklärt seine Ziele und welche Herausforderungen, aber auch welches Potenzial er in seinem Amt sieht.

 

STEIL: Du warst von Anfang an im Vorstandsteam und bist seit Sommer Vorsitzender. Wie kam es dazu?

Lukas Fanninger: Ich bin seit 2015 Studienvertreter und im Vorstandsteam der ÖH WU. Durch den Wechsel, der im Sommer war, bin ich als Vorsitzender gewählt worden. Die Wahl passiert durch die Universitätsvertretung, einem politischen Gremium aller Fraktionen. Die Univertretung wird alle zwei Jahre bei der ÖH Wahl gewählt.

 

Wieso nicht gleich von Anfang an als Vorsitzender?

Voriges Jahr war ich noch ganz neu an der Uni, da kam das für mich noch nicht in Frage. Aber durch meine Zeit bei der ÖH konnte ich viele Erfahrungen sammeln, die mir jetzt helfen.

 

Es macht irrsinnig Spaß, im Sinne der Studierenden zu handeln und so ihr Studium zu verbessern.

 

Was reizt dich an der Position?

Es ist eine sehr spannende Aufgabe, weil man für die Studierenden viel erreichen kann. Ich sehe was möglich ist, wenn man direkt dran ist und mit dem Rektorat oder den Instituten verhandelt. Es macht irrsinnig Spaß, im Sinne der Studierenden zu handeln und so unser Studium zu verbessern.

 

Welche Eigenschaften bringst du für diese Position mit?

Ich würde sagen, dass ich die aktuelle Stimmungslage der Studierenden gut aufnehmen kann und dann vor den Lehrenden und dem Rektorat wiedergebe. Außerdem sehe ich mich ausschließlich den Studierenden – und niemand anderem – gegenüber verpflichtet und will ihnen zu einem qualitativen und fairen Studium verhelfen.

 

Wie nimmst du diese Stimmungen auf?

Mir ist es sehr wichtig, zu allen Seiten einen sehr engen Kontakt zu haben. Die Studierenden treffe ich vor Vorlesungen oder am Campus und mit dem Rektorat gibt es regelmäßige Jour Fixes. Zusätzlich treffe ich mich mit Professoren. Vor allem mit dem Wirtschaftsrecht-Department ist aufgrund des Studienplanwechsels schon viel passiert. Wichtig ist, dass wir uns gut abstimmen können.

 

Die oberste Uni-Ebene muss über die Anliegen der Studierenden Bescheid wissen.

 

Gab es einen ›Antrittsbesuch‹ bei Rektorin Hanappi-Egger?

Noch nicht. Für mich ist es aber sehr wichtig, mit der Rektorin regelmäßig und auf Augenhöhe zu kommunizieren. Die oberste Uni-Ebene muss über die Anliegen der Studierenden Bescheid wissen.

 

Persönlich will ich eine starke Stimme der Studierenden sein.

 

Was willst du erreichen – für die ÖH, aber auch privat?

Unsere zentrale Aufgabe als ÖH ist es, das Studium jedes einzelnen zu verbessern – vor allem in Bezug auf die momentanen Brennpunkte wie SBWL-Plätze oder LPIS-Anmeldungen. Die ÖH soll wirklich einen Stellenwert unter den Studierenden haben. Persönlich will ich eine starke Stimme der Studierenden sein. Sie sollen in mir jemanden sehen, der sich für sie einsetzt. Sie sollen sich ernstgenommen fühlen und sich auf mein Wort verlassen können. Das ist mir wichtig.

 

Die erwähnten ›Brennpunkte‹, welche sind das im Moment?

Ganz vorne ist die Erweiterung der SBWL-Plätze und deren Angebot, zusätzlich sollen die PI-Plätze ausgebaut und das Angebot der Sommer-/ Winter- und Osteruni erweitert werden. Wichtig ist auch eine Verlängerung der BIB Öffnungszeiten und die Überarbeitung des LPIS-Anmeldesystems. Es geht um mehr Qualität im Studium!

 

Wichtig ist das Gespräch zu suchen und alle Beteiligten dabei einzubinden.

 

Wie wollt ihr diese inZukunft angehen?

Wichtig ist das Gespräch zu suchen und alle Beteiligten dabei einzubinden. Studierende, Rektorat, Professoren und Institute müssen im ständigen Dialog sein. Wir wollen einen breiten Konsens finden. Seitens der Uni soll jeder sehen, welche Probleme wir beim Studium haben und wie man diese lösen kann.

 

Stichwort ›mehr Qualität im Studium‹: Was bedeutet das für die ÖH?

Ganz einfach: Ein ›qualitatives‹ Studium ist, wenn man ohne Probleme und Hürden studieren kann! Studierende sollen in jenem Kurs sein, in dem sie gerne sein möchten. Vor allem die Anmeldung und Aufnahme in eine SBWL, aber auch Benotungen sollen transparent und fair gestaltet sein. Jeder soll wissen, wieso man in eine SBWL aufgenommen wurde oder eben nicht. Das muss man auch gegenüber den Lehrenden einfordern und forcieren.

 

Als Vorsitzender bist du an der Spitze eines Teams. Wo liegen eure Stärken?

Selma, Stefan, Basti und ich sind ein Team, das gut zusammenspielt. Unsere Aufgaben sind klar verteilt und jeder hat das übernommen, was ihr oder ihm persönlich liegt. Dadurch ergänzen wir uns und können uns gegenseitig unterstützen. Außerdem verstehen wir uns auch persönlich sehr gut!

 

Aus welchen Problemen der Vergangenheit konntest du/die ÖH lernen?

Die ÖH muss präsenter positioniert werden. Wir wollen klar vermitteln, wofür die ÖH zuständig ist und wo hier der Benefit für die Studierenden liegt. Gerade für Erstsemestrige versuchen wir, momentan besonders mit dem STEILen Einstieg, das Vernetzen und die Beratung zu fördern. Wir sind die erste Ansprechperson. Wir sind ein starker Partner im gesamten Studium!

 

Wo siehst du die größten Herausforderungen?

Anpacken statt zusehen! Bei den aktue len Problemfeldern haben wir den klaren Auftrag, dass wir die beste Lösung für die Studierenden finden. Dabei ist es mir ganz besonders wichtig, so viele Studierende wie möglich nach ihrer Meinung zu fragen. Innerhalb der ÖH WU sehe ich die Herausforderung darin, noch stärker als Team aufzutreten.

 

Wo liegt euer größtes Potential?

Wir sind die Interessensvertretung von 25.000 Studierenden: Somit sind wir keinen Professoren, Instituten oder der Rektorin verpflichtet, sondern lediglich den Studierenden!

 

 

Steckbrief Lukas (21)

Was kannst du gut?

Geduldig und hartnäckig sein, Zuhören.

Was bringt dich zur Verzweiflung?

Ignoranz.

Was kommt nach der ÖH?

Mein Studium und vielleicht ein bisschen mehr Freizeit.

Dein geheimes Talent?

Mit wenig Schlaf und viel Motivation in den Tag starten!

Deine Macke?

Zu wenig Zeit für Familie, Freunde und Freizeit.

Was nervt dich?

Unehrlichkeit

Was ist dir peinlich?

Mein Schreibtisch, weil der nie aufgeräumt ist.

Hattest du als Kind einen Fantasiefreund?

Ja, Hansi – mit ihm habe ich immer Scheintelefonate geführt.

 

_______________________________

INTERVIEW VON DENISE SUPPER UND LISA-MARIA LUKASSER


Donnerstag, 29.09.2016 um 18:00

Teilen

Nichts verpassen!

WU Flash - ein Newsletter alle Infos

Danke für Deine Anmeldung!