Klarer Auftrag für mehr Qualität & Fairness im WU-Studium!

Die große ÖH WU Umfrage zur Qualität & Fairness in der Fernlehre hat deutlich gezeigt: Viele Studierende sind mit der momentanen Situation am „WU Campus“ unzufrieden. Wir durften in der letzten Woche viele spannende Kommentare und Umfrageergebnisse auswerten. Dieses Ergebnis bringt eines ganz klar auf den Punkt, der Weg zu einem perfekten Fernlehre – Semester ist noch weit, wir werden deswegen unseren Kampf um Qualität & Fairness in der Fernlehre unbeirrt weiterführen!

Danke für eure Teilnahme!

Zu allererst möchten wir aber danke sagen! Danke für 2739 ausgefüllte Umfragen, diese große Teilnahme der WU Studierenden hat uns wirklich überwältigt. Noch dazu war es für uns essenziell zu wissen wo es gut läuft, wo es noch Aufholbedarf gibt und vor allem wo wir jetzt in der Interessensvertretung ansetzen müssen. Auch möchten wir uns bei euch bedanken für das konstruktive Feedback, die vielen kreativen und innovativen Lösungsvorschläge und den offenen Dialog, dies ist keinesfalls selbstverständlich.

Wie gut hat der Umstieg funktioniert? Diese Frage durften wir 2739 Studierende stellen. Auch wenn ca. 65% relativ zufrieden sind, bleibt eine große Anzahl an WU Studierenden über, die zum Teil die Verhältnisse für nicht tragbar halten. Für uns ist klar: Jeder muss das Recht haben im Sinne von Qualität und Fairness zu studieren und nicht nur 65 %.

Qualität in der Fernlehre hat klare Ausprägungen

Gleich vorneweg gesagt: WUler haben eine klare Vorstellung wie das Fernlehre Semester aussehen muss. Als Top-Qualitätsmerkmale werden vor allem der Ausbau von Lecturecasts und von Onlinematerialien gefordert. Um weiterhin unter den höchsten Qualitätsstandards studieren zu können fordern viele Studierende außerdem einen Ausbau des Livestreamings, auch Online Prüfungen und der Zugang zu Online-Literatur sind essenziell, um schnell voranzukommen.

Seit Beginn der Fernlehre Anfang März sind viele verschiedene Tools zur Anwendung gekommen. Dennoch in viel zu geringem Ausmaß, nur 6 von 10 WU Studierenden können auf Lecturecasts zurückgreifen, ein denkbar schlechter Umstand, der die Fernlehre beträchtlich erschwert. Auch Live-Streaming und Livechats werden von Lehrenden zur Verfügung gestellt, allerdings hat nicht einmal jede zweite Lehrveranstaltung ein solch interaktives Format zu bieten. Grundlegend für ein erfolgreiches Lernen von zuhause aus ist auch ein umfangreiches Lernangebot. Hier ist es erschreckend zu sehen, dass nur 38% der Lehrenden es für notwendig empfunden haben, ihr Online Angebot anzupassen.

 

Für deine ÖH WU bedeutet das:

 

  • Seit Beginn sind wir in intensiven Verhandlungen mit allen Instituten und dem Vizerektorat für Lehre. Unser Ziel: ein deutlicher Ausbau des Lecturecast-Angebots, von dem wir auch in Post-Corona Zeiten profitieren können.
  • Außerdem wollen wir einen deutlichen Ausbau des Livestreaming Angebots. Wir finden, dass jeder WU Studierende es sich verdient hat möglichst interaktiv unterrichtet zu werden, nur 48% erhalten zurzeit die Chance. Um die Qualität auf einem möglichst hohem Niveau zu halten braucht es aber gerade hier einen deutlichen Ausbau.
  • Die "Wirtschaftsrechtler" gehen hier mit gutem Vorbild voran. Wenn es ein Studiengang schafft flächendeckende Lecturecasts und Livestreams anzubieten, gibt es für uns keine guten Gründe warum es einzelne Departments gibt, die komplett auf diese Tools verzichten.
  • Für uns ist eines klar: Ohne ein den Umständen entsprechendes Online Angebot, ist ein Studium von zuhause aus nicht möglich. Nur knapp 40 % aller Studierenden werden dementsprechende Unterlagen zur Verfügung gestellt, hier braucht es mit Nachdruck ein Ausbau, sodass die Corona Krise nicht zu unserer Studienkrise wird.
  • Außerdem ist für viele von uns der Zugang zu Online Literatur unumgänglich im Speziellen dann wenn wir gerade an unseren Abschlussarbeiten feilen. Durch unseren Einsatz konnte hier schon sichergestellt werden, dass es Zugang zu verschiedenen Verlegern gibt, die Richtung stimmt, dennoch muss auch der Zugang zu internationalen Verlegern möglich sein um bei Abschlussarbeiten zielstrebig voranzukommen.

 

70,2 % sind ein klares Votum und ein klarer Auftrag an die WU. Auch wenn die WU in der Umsetzung für die Online Prüfungen schon sehr fortgeschritten ist und damit ein verzögerungsfreies studieren gewährleistet ist sind noch viele Fragen ungeklärt. Für uns ist aber klar, dass Online Prüfungen nur stattfinden dürfen wenn man genügend Zeit hat und auch die Fairness gewährleistet ist.

 

Die Studienbeschleunigungsprogramme sind mittlerweile aus dem Studienalltag nicht mehr wegzudenken, gerade in Zeiten wie diesen könnten sie so wichtig wie noch nie werden. Mit den letzten Sommerunis konnten wir bereits einen ordentlichen Ausbau des Angebots für dich erreichen. 8 von 10 WU-Studierenden sagen, dass es jetzt ein gutes Angebot im Sommer braucht damit Qualität und Fairness im WU-Studium steigt.

Für deine ÖH WU bedeutet das:

 

  • Aktuell sind wir bereits intensiv in den Vorbereitungen für die Sommeruni 2020. Unser Ziel: Wir wollen das Angebot ordentlich ausbauen und die größte Sommeruni umsetzen, die die WU jemals gesehen hat.
  • Außerdem wollen wir eine Studienbeschleunigung für alle Studienrichtungen und alle Semester. Damit wirklich jeder WU-Studierende von diesem guten Angebot profitiert.
  • Und: Wir wollen die vorlesungsfreien Zeiten noch besser für einen Turbo im Studium nutzen. Warum soll eine Sommeruni nur im September stattfinden? Der Bedarf und das Interesse der WU-Studierenden sind da. Wir sehen keine triftigen Gründe, die gegen eine Ausweitung der Sommeruni auf den ganzen Sommer spricht.

 

Als lösungsorientierte und durchsetzungsstarke Interessensvertretung sind wir bereits in konkreten Verhandlungen mit den zuständigen Personen und sind dabei vor allem auf den Zeitdruck bedacht. Denn den Ausbau von Onlinelösungen braucht es nicht irgendwann sondern jetzt!

Dafür braucht es eine ÖH WU, die gestärkt durch die Einbindung der Studierenden den Fokus ihrer Arbeit auf die wirklich wichtigen Probleme in der Fernlehre legt. Nämlich Qualität & Fairness in der Fernlehre noch weiter zu verbessern. Wir lassen nicht locker, denn das ist unser Auftrag. Jetzt und auch in Zukunft.

 

 

 

 


Dienstag, 14.04.2020 um 17:08

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